rückfall

Update: Rückfall war kein Rückfall

So, heute mal ein kurzes Update zu meinem „Rückfall“. Ich hab zwischendurch zwar mal dran gedacht mal wieder gemütlich einen durchzudengeln, aber ich habe es gelassen – ohne Schwierigkeiten damit zu haben. Es war ein einzelnen, freundschaftsbelebender kleiner Jizzl, den ich weder bereue noch feiere. Er hat nichts verändert.

Meine Einstellung ist nach wie vor die gleich. Ich möchte nicht mehr kiffen. Ich werde berichten, falls sich doch mal wieder einer einschleicht.

Ansonsten geht es mir gut. Ich freue mich auf den Frühling. Der hat mich letztes Jahr gerettet. Die Sonne und ihre Wärme hat mich aus der Einsamkeit und Melancholie aufgetaut. Ein Jahr hat viel verändert, aber es gibt noch immer Baustellen zu bearbeiten. Aber ich habe mehr Kraft sie anzugehen. Bleibt alle stark.

Liebe Grüße und Danke für eure Hilfe bei meinem Weg,
Euer Franzl

Rückfall vs. Schicksal

Es ist also passiert. Ich habe am Freitag gekifft. Naja, ich habe dreimal an einem Joint gezogen. Aber natürlich zählt das. Und ich kann euch sagen, meine Fresse, war ich stoned. Mit am Zaun festhalten und allem.

Aber um eins gleich vorwegzunehmen: es ist bei diesem Joint geblieben. Die Sucht scheint nicht mehr die Kraft zu haben, die sie die vielen Jahre hatte. Am nächsten morgen war alles, wie „neu“ gewohnt. Ich habe keinen inneren Drang gespürt, gleich wieder das Telefon in die Hand zu nehmen und Gras zu organisieren. Ja, ich hatte Angst, dass es so kommt. Aber scheinbar hat sich über das abstinente Jahr doch eine Veränderung ergeben. Das ist gut.

Wie ist es zum Kiffjoint gekommen?

Das Schicksal. Ganz einfach. Ich war auf einer Party und nach ein paar kleinen Bieren und drei Schnaps fragt mich ein Freund – nein, mein bester Freund Elvis – ob ich noch immer hinters Zelt gehe? „Nein, eigentlich tue ich das nicht mehr, aber lass ma machen„, war meine Antwort. Dazu muss ich sagen, dass wir zwei superdicke waren, bis ich vor etwa 30 Monate den alten Homie-Kodex ein bisschen verbogen habe, indem ich ein Mädchen, das er verehrte selbst begehrte. Ich war egoistisch, aber das ist eine ganz andere Story.

Zuvor haben wir zwei das erst mal seit eine Ewigkeit wieder miteinander gesprochen und ich bin megafroh, dass es so kam. Ich wollte die Nähe und hatte ich auch Lust einen J mit ihm zu teilen. Das haben wir unzählige Male getan. Wir waren Brüder im Geiste und das hat mir gefehlt. Also haben wir uns hinter das Zelt geschlichen und still und leise einen Sticky geteilt, der mich nach Mexiko befördert hat. Nicht absturzstoned, aber schon ganz schön hart. Mit weichen Knien hielt ich mich am Zaun fest, war gleichzeitig dicht und happy, dass Elvis und ich uns wieder ein Stück näher kamen.

Natürlich wäre der Joint dafür nicht nötig gewesen. Aber, wie gesagt: Schicksal. Wir haben uns kurz ausgetauscht, wie wir die letzten Jahre verbracht haben. Er war nie derart süchtig, wie ich es war, aber er kifft noch. Wir haben uns verabredet ein paar Tage zusammen zu verbringen und es bedeutet unheimlich viel für mich. Ich habe Mist gebaut und er hat jedes Recht mir nicht zu verzeihen, aber es scheint, als könnte das passieren.

Was jetzt?

Meine Einstellung hat sich verändert. Die Sorge, dass ich gleich wieder in ein Loch falle, nur weil ich einmal ein bisschen high war, hat sich als übertrieben dargestellt. Ich fühle mich nicht anders, wie in den letzten 12 Monaten und dieser halbe Joint wird nichts an meinem Plan ändern, ein kifffreies Leben zu führen. Aber ich habe auch gespürt, warum ich so gern kiffte. Den Anflug von Kreativität, Emotionalität und Lockerheit konnte ich spüren.

Mein Tagebuch wird weitergehen. Es gibt noch zu viele Geschichten zu erzählen. Schöne und Schreckliche – lustige und traurige. Ich bin wieder bei null. No Biggedy, aber der Plan steht. Ich will nie wieder zurück zum täglichen Kiffen und ich will auch nicht diese halben Joints zur Regelmäßigkeit machen.

Ich bleibe aufmerksam und wach. Danke Elvis, danke euch,
Fette Grüße, euer Franzl.