Hallo Welt.

Ich bin Franz Paffka und ich bin nicht allein. Heute bin ich 30 Jahre alt, habe Schule, Studium und Berufseinstieg erfolgreich gemeistert und vor etwa fünf Wochen aufgehört zu kiffen.

Warum beginne ich heute mit diesem Blog? Ich lese mich seit dieser Zeit durch viele Foren und entdecke dabei täglich „Leidensgenossen“, die eine ähnliche Karriere gemacht haben. Drogengeschichten faszinieren mich. So verfolge ich seit Beginn an Sickboy und seine Geschichte, die er sensationell im Projekt Shore, Stein, Papier erzählt.

Dort geht es um ein hartes Leben mit Heroin und den Ausstieg daraus. Ich möchte meine Drogenkarriere nicht mit seiner vergleichen. Es geht um den Verzicht auf Gras, die harmloseste aller Drogen. Kaffee und Schokolade einbezogen. Etwa zehn Jahre habe ich täglich Joints geraucht. Meistens so drei konische Glücklichmacher nach Feierabend, gerne aber auch schonmal sonntagmorgens einen Dübel beim kacken. Ihr kennt das.

Es war einfach schön ein bisschen stoned zu sein.

Businesskiffer haben wir uns genannt. Mein Freundeskreis ist groß, darunter Kiffer und Nichtkiffer. Ich hatte nie Probleme mit sozialen Kontakten und habe eine berufliche Perspektive. Trotzdem habe ich erst vor etwa zwei Jahren begriffen, dass ich süchtig bin. Ich kaufte zehn Gramm und heizte bis sie weg waren und dann hab ich mir einen neuen Haufen besorgt. Einen Tag Pause machen, obwohl ein schöner Bud im Glas auf dem Couchtisch steht? Warum denn?

Hier kommt der Ansatz für diesen Blog: Es gibt Gehirne, die problemfrei mit dem Kraut umgehen und einfach nur dann rauchen, wenn es auch Sinn macht. Zum Beispiel morgens um fünf nach einer durchtanzten Nacht zu einem netten Gespräch mit dem Kumpel, der bei einem übernachtet. Oder sonntagabends beim kochen. Beim malen, wixxen oder einfach zum nachdenken. Es ist kein Teufelszeug, dieses Gras. Aber Sucht ist Sucht und ich höre auf. Endgültig oder nicht, die Systematik muss raus aus meinem Kopf und ich nehme Euch mit auf die Reise. In den kommenden Wochen werde ich Geschichten erzählen, Tipps geben und Euch dazu ermutigen es mir nachzutun.

Wie gesagt. Seit zwei Jahren habe ich vergeblich versucht aufzuhören. Habe mir Daten gesetzt, wann ich aufgehöre und etwa zwölfundachtzig letzte Joints geraucht. Vergeblich. Jetzt plötzlich ist es ganz einfach, irgendwas hat sich verändert. Und wir finden zusammen heraus, was es ist.

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2 Kommentare

  1. Hey Franzl,
    vielen Dank für eine Kommentare!!!
    Wir beide teilen eine Sucht die immer mehr Menschen betrifft, immer mehr Menschen sind gefangen vom Dope. Wie du schon schreibst, sicher gibt es härtere Drogen, doch unser Kryptonit ist nunmal das Grüne.
    Ich finde es toll, dass du auch darüber schreiben möchtest. Ich habe deinen Blog abonniert und werde fleißig mitlesen. Schön das ich in deiner Blogroll auftauche, ich habe dich ebenso in meiner hinzugefügt.
    Ich wünsche dir viel Kraft und Durchhaltevermögen, es lohnt sich!!!!
    Diese schlaflosen Nächte sind bald vorbei.
    Gruß
    Amielh

    1. Hallo Amielh. Danke für die Wünsche. Kommunikation tut gut. Ich denke es geht wirklich vielen Jungs in unserem Alter so.
      Ich habe bereits einige erfolglose Anläufe hinter mir. Teilweise habe ich viele Tage hintereinander den „letzten J“ geraucht. Diesmal scheint sich jedoch etwas verändert zu haben: ich glaube ich habe endlich begriffen in was für einem Teufelskreis ich mich manövriert habe.
      Alles Gute und bis demnächst,
      franz

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